Die Jugendarbeitslosigkeit in Namibia betrug 44 Prozent im Jahr 2024 und in manchen Regionen des Landes liegt sie sogar über 50 Prozent. Wie kann in einer solchen Situation die Jugend überhaupt hoffnungsvoll in die Zukunft schauen? Aus Sicht der namibischen Regierung zum Beispiel durch den Aufbau einer grünen Wasserstoffindustrie. In dieses Projekt wurde in den letzten Jahren viel investiert und eine Überwindung der Arbeitslosigkeit vorausgesagt.
Nafimane Hamukoshi ist stellvertretende Vorsitzende des Economic Social Justice Trust (ESJT). Sie kritisiert diese vermeintliche Lösung, weil damit einerseits erneut Abhängigkeiten der wirtschaftlichen Entwicklung vom sog. Globalen Norden geschaffen wird und die Dinge wieder nach kolonialem Muster verlaufen. Andererseits, weil diese Industrien kaum Arbeitsplätze für die einheimische Bevölkerung versprechen und die strukturellen Ungerechtigkeiten fortbestehen.
Nafimane Hamukoshi tritt für die Entwicklung eines nachhaltigen lokalen Marktes ein. Sie wird über ihre Arbeit im Jugendaktivismus berichten und erläutern, warum für sie die Ideen und Konzepte der kenianischen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai inspirierend für ihre Arbeit sind.
Der Vortrag ist auf Englisch und wird auf der Leinwand synchron übersetzt.
Der Eintritt ist frei, keine Anmeldung erforderlich.
34. politischer Kaffeeklatsch von attac Bochum in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW